Liebe Schulgemeinschaft der BBS Pottgraben,
im Namen der ANDHERI HILFE und den Menschen in eurem Projekt „Mobile Ausbildungszentren in Bangladesch“ möchten wir euch allen von Herzen danken für euer großartiges Engagement im Schuljahr 24/25!
Mit viel Einsatz, Kreativität und Ausdauer habt ihr durch verschiedene Aktionen – vom Waffelverkauf bis zum Sammeln von Pfandflaschen – insgesamt 2040,38 Euro Spenden gesammelt, um benachteiligten jungen Menschen in Bangladesch eine echte Zukunftsperspektive zu schenken. Euer Einsatz macht es möglich, dass fast vier junge Menschen aus armen Verhältnissen eine sechsmonatige Berufsausbildung erhalten – und damit eine echte Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.
Gerade in ländlichen Regionen Bangladeschs haben junge Menschen oft kaum Zugang zu Bildung oder Ausbildungsplätzen. Dank eurer Unterstützung können die mobilen Ausbildungszentren unserer Partnerorganisation Caritas Bangladesh genau dort Hilfe leisten, wo sie dringend gebraucht wird. Ihr habt mit euren Spenden nicht nur Türen geöffnet – ihr habt Hoffnung geschenkt.
Auch Rima wurde die Tür in eine bessere Zukunft geöffnet. Ihre Geschichte zeigt beispielhaft, was eine Ausbildung bewirken kann:
Rima ist 26 Jahre alt und wuchs in einer sehr armen Familie auf. Ihr Vater arbeitet als Tagelöhner, ihre Mutter ist Hausfrau. Auch ihr Mann verdient nur unregelmäßig als Tagelöhner. Mit einem monatlichen Einkommen von umgerechnet gerade einmal 64 Euro lebte die Familie in ständiger Sorge um das Nötigste – Essen, Kleidung, ein sicheres Zuhause.
Doch Rima hatte einen Traum: Sie wollte ihre Situation verändern und ihrem Kind eine bessere Zukunft bieten. Ohne Schulbildung oder Berufsausbildung war das schwer – bis sie Anfang 2024 an einem Schneiderinnenkurs von Caritas Bangladesh, finanziert durch die Spenden aus Deutschland, teilnehmen konnte.
In sechs Monaten lernte sie nicht nur das Nähen, sondern auch, wie man ein eigenes kleines Geschäft führt. Im Juli 2024 eröffnete sie ihre eigene Schneiderei bei sich zu Hause. Sie erhielt schnell viele Aufträge – durch ihre Qualität, Pünktlichkeit und Freundlichkeit wurde sie in der Nachbarschaft bekannt.
Mittlerweile hat sich ihr Einkommen fast verdreifacht. Für ihre Familie bedeutet das: regelmäßige Mahlzeiten, Sicherheit und neue Hoffnung. Sie ist stolz auf das, was sie geschafft hat – und sie ist ein Vorbild für andere Frauen in ihrer Gemeinde.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie ihr als Schulgemeinschaft Verantwortung übernehmt, über den eigenen Alltag hinausblickt und euch mit Herz für eine globale Gerechtigkeit einsetzt.
Wir wünschen euch für euren weiteren Weg alles erdenklich Gute. Behaltet eure Neugier, eure Kraft und euren Sinn für Gerechtigkeit – sie werden euch weit bringen!
Mit dankbaren Grüßen aus Bonn
Anna Lisa Schauff
Öffentlichkeitsarbeit